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Bilder vom Kampagnenstart

Mit dem offiziellen Kampagnenstart in der SV Sparkassenversicherung Direktion Stuttgart startete die Kampagne "Hier fehlt einer" heute (03.12.09) im feierlichen Rahmen. In einer von Silke Arning (SWR) moderierten Gesprächsrunde standen Johannes Böcker (Vorstandsvorsitzender der Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg e.V.), Prof. Stefan Gläser (Oberbürgermeister a.D., Geschäftsführendes Mitglied Städtetag Baden-Württemberg), Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl (Vorstandsvorsitzender SV Sparkassenversicherung) und Peter Benzenhöfer (Mitglied des Vorstands der Lebenshilfe Baden-Württemberg) als Vertreter der Kampagnen-Kooperationspartner Rede und Antwort. Peter Benzenhöfer beispielsweise schilderte, dass er froh sei, trotz einer Behinderung in einer eigenen Wohnung leben zu können, er arbeitet an der Pforte und in der Telefonzentrale der Lebenshilfe in Lomersheim. Als Kindergartenkind und Schüler hat er das gemeinsame Spielen und Lernen mit nicht behinderten Altersgenossen vermisst. Er findet, dass politisch mehr für die Inklusion, also das Zusammenleben aller Menschen, getan werden muss. Und: „Menschen mit Behinderungen müssen sich mehr trauen, sich zu zeigen, und Erwachsene ohne Behinderungen sollten offener sein – wie Kinder, die ohne Hemmschwelle einfach kurz nachfragen und dann ist es in Ordnung.“ Der 40-jährige findet es gut, dass jetzt eine ungewöhnliche Kampagne zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen (3. Dezember) unter dem Motto „Hier fehlt eine/r“ humorvoll zum Nachdenken anregt.

Musikalisch wurde die Auftakt-Veranstaltung von der Freien Waldorfschule in Calw und der Band "School of Rock" der Bodelschwinghschule in Stuttgart abgerundet. Mit der offiziellen Enthüllung aller Kampagnenmotive ist der Startschuss für "Hier fehlt einer" gefallen! Hier finden Sie Bildimpressionen zum Kampagnenstart in Stuttgart ...

 

 

Geposted am 03.12.2009 um 16:32 Uhr von Stephan Kurzenberger | Kommentare (1) | Permalink (Link) | Trackback (Link) | Eingetragen unter (Informationen)

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Kommentar(e)

  • Stefan Krusche schrieb am 14.12.2009 um 16:04 Uhr

    Die Kampagne ist wunderbar und so erfrischend. Genau so einen Input brauchen wir in Baden-Württemberg. Viele Jahrzehnte sind in diesem Land die Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen sorgsam gepflegt worden, in dem die meisten behinderten Menschen fernab ihrer Familien in besonderen Betreuungseinrichtungen behütet wurden und noch immer werden. Aber auch die Familien mit behinderten Angehörigen haben sich oft alleine gefühlt. Sie wurden zwar in Sonntagsreden oft als "stille Helden" gewürdigt, aber die Barrieren zu Schulen, Sportstätten, Freizeiteinrichtungen, Gaststätten, etc. waren deshalb noch lange nicht beseitigt. Nur der offensive Umgang mit dem Thema nimmt dem Ganzen den Tabu-Charakter. Ich wünsche mir, dass die Kampagne alle privaten und öffentlichen Bereiche dieses Landes durchdringt und der Umgang mit behinderten Menschen sehr viel selbstverständlicher wird als das noch heute der Fall ist. Dafür drücke ich ganz fest die Daumen.

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